Rheinische Orchesterakademie Mainz

Ein junges Orchester für Mainz

Die Rheinische Orchesterakademie Mainz e. V. (ROAM) hat sich seit ihrer Gründung im Dezember 2003 zu einem viel beachteten Forum für junge Musikerinnen und Musiker nicht nur aus dem Rhein-Main-Gebiet, sondern aus der gesamten Bundesrepublik entwickelt. Die Akademie blickt inzwischen auf fünfzehn erfolgreiche Arbeitsphasen und zahlreiche Sonderprojekte zurück und hat einen Stamm von mehr als 250 Musikerinnen und Musikern aus ganz Deutschland aufgebaut.

ROAM ist offen für junge Musiker, Studierende, Schüler und junge Berufstätige, die in der intensiven Probenarbeit eines Orchesterkurses anspruchsvolle Werke auf hohem Niveau einstudieren und in Konzerten der Öffentlichkeit vorstellen wollen. Die Akademie macht es sich zum Ziel, abseits von Schule, Hochschule und anderen Ensembles in entspannter und konkurrenzfreier Atmosphäre große Orchestermusik zu erarbeiten.

Große Literatur und unbekannte Werke

Das Ensemble widmet sich neben großer Literatur vor allem unbekannten und ungewöhnlichen Werken, der Neuen Musik sowie Film- und jazzverwandter Musik. Wichtig ist dabei immer der dramaturgische und thematische Zusammenhang der Akademieprogramme. ROAM sucht auch stetig nach ungewöhnlichen Konzertformen: 2006 bestritt das Orchester in einem spektakulären Filmkonzert die Mainzer Erstaufführung der rekonstruierten Fassung von Fritz Langs Filmklassiker »Metropolis« mit der Originalmusik von Gottfried Huppertz für großes Orchester in der Phönixhalle unter der Leitung von Gernot Sahler. Im vorigen Jahr eröffnete ROAM mit einem ähnlichen Projekt – der Aufführung von Fritz Langs »Siegfried« mit der Originalmusik für Orchester – das zehnte Festival des deutschen Kinos in Mainz. Auch mit anderen jungen Klangkörpern und Kulturinitiativen

geht ROAM regelmäßig Kooperationen ein, darunter der Chor des Peter-Cornelius-Konservatoriums der Stadt Mainz (Mendelssohns »Elias«) und der Chor der Technischen Universität Darmstadt (Verdis »Requiem«).

Forum für Musiker

Dem Akademiegedanken entsprechend hat sich die ROAM keinem Dirigenten verpflichtet, sondern wählt die musikalische Leitung für jede Arbeitsphase neu aus und will damit auch jungen Dirigenten ein Podium bieten. Viele der ehemaligen ROAM-Dirigenten arbeiten heute in führenden Positionen an Opernhäusern, Orchestern und

Hochschulen in ganz Deutschland, darunter Gernot Sahler, Carolin Nordmeyer, Hsiao-Lin Liao, Eva Pons, Peter Shannon, Manuel Nawri, Tobias Rokahr, Clemens Heil, Felix Bender und Marion Leleu. Auch viele Solisten der ROAM-Arbeitsphasen wie der Solotrompeter des Berliner Rundfunksinfonieorchesters, Florian Dörpholz, der Mainzer Cellist und Preisträger des ARD-Wettbewerbs, Emanuel Wehse, der Konzertmeister des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden, Alexander Bartha, und die Mezzosopranistin Betsy Horne sind inzwischen gefragte Künstlerpersönlichkeiten.